Initiative gegen das Windkraftprojekt „Sattelberg“ und „Sandjoch“ | Iniziativa contro i parchi eolici al Sattelberg e al Passo del Santicolo
Kein Windpark am Brenner, sondern Schutz für eine herausragende Kulturlandschaft.
Am Brenner werden derzeit zwei große Windparks geplant, über deren Ausmaß und Auswirkungen Bürgerinnen und Bürger aber noch über viel zu wenige Informationen verfügen. Am Sattelberg und am Sandjoch sollen 31 Windräder errichtet werden: 95 m hoch, bis nach Sterzing sichtbar, direkt angrenzend an das Landschaftsschutzgebiet auf Nordtiroler Seite.
Welche Folgen hätte dieser Eingriff?
Sattelberg und Sandjoch sind eine weitum beliebte Kulturlandschaft und Wandergebiet, durch die auch der „Tiroler Höhenweg“ von Mayrhofen / Zillertal nach Meran führt. Die Verwirklichung dieses alpenweit größten Windparks würde die landschaftliche Schönheit der Brennerberge schwer beeinträchtigen. An ihrer Stelle entstünde eine industriell angehauchte alpine Industrielandschaft.
Die massiven Eingriffe hätten folgende Auswirkungen
- Landschaft und Lebensräume würden zerschnitten
- Bis zu 5 m breite Straßen zur Anlage und Wartung des Windparks würden errichtet
- Die Lärmbelastung bis zu 60 db würde Wanderer abschrecken und die heimische Tier- und Pflanzenwelt verscheuchen
- Die Vogelzug-Route über den Sattelberg, einer der wichtigsten in Europa, würde schwer gefährdet.
Mit den Alpenvereinen erkennen wir den Wert von Windkraftanlagen für eine nachhaltige Energieversorgung ausdrücklich an. Das vorliegende Projekt widerspricht jedoch den Grundsätzen eines maßvollen, sorgsamen und verantwortungsvollen Umgangs mit dem sensiblen alpinen Ökosystem. Der Landschaftsschutz und der Erholungswert der Brennerberge stehen auf dem Spiel. Klima- und Landschaftsschutz würden gegeneinander ausgespielt. Die Vorteile für die Öffentlichkeit sind begrenzt, die Gewinne der Stromerzeugung kämen zum größten Teil den Betreibern zugute.
Deshalb sagen wir fünfmal NEIN!
- NEIN zur Zerstörung einer unerschlossenen Naturlandschaft und zur Umwandlung vom alpinem Grün in Industriegebiet;
- NEIN zur Verbauung eines naturnahen Erholungsraumes und zum massiven Straßenbau im Hochgebirge
- NEIN zur intensiven Lärmbelästigung durch Verkehr bis in große Höhe und den Rotorenlärm der Windräder
- NEIN zur Zerstörung von Lebensräumen unserer Tier- und Pflanzenwelt und zur Beeinträchtigung eines bedeutenden Vogelzuggebietes
- NEIN zur Entstellung der Landschaft durch weithin sichtbare Windräder
Aber ein fünffaches JA!
- JA zur Erhaltung eines der schönsten Wandergebiete Südtirols
- JA zur Erhaltung eines ökologisch sensiblen Lebensraumes für Menschen, Tiere und Pflanzen
- JA zur Stärkung eines nachhaltigen Tourismus im Brennergebiet
- JA zu nachhaltiger Energie in sanfter, landschafts- und naturschonender Form
Hierzu wird demnächst eine Bürgerversammlung stattfinden, auf der die Bürgerinnnen und Bürger die Möglichkeit erhalten, mit ihrer Unterschrift gegen das Projekt Stellung zu beziehen.













Als Freund der Brenner Berge und als Skitourengeher bin ich
erschüttert und zutiefst empört über die Allianz dieser Firma
mit dem Landesrat ,der die Windkraft in ganz Südtirol verbieten
will , uns jedoch vor die Haustür diese gigantische Industrieanlage
stellen will.
Die Anlage ist weit in unser Wipptal sichtbar , ja bis ins Stubaital ,verschandelt unsere wunderschöne Landschaft ,zerstört eins der schönsten Landschaftsschutzgebiete in Tirol .
Bei bis zu 60000 !! toten Vögeln pro Jahr -nach Schätzungen von Südtiroler Vogelexperten -von ökologischer Nachhaltigkeit zu sprechen halte ich für äusserst dreist und verlogen , wohl wissend dass tausende Vögel da oben zerfetzt werden , das ist rücksichtslos und brutal .
Als Nordtiroler mit Südtiroler Wurzeln bin ich zutiefst enttäuscht
über diese Politik ,vor allem auch wenn man bedenkt was wir Nordtiroler Ärzte
für viele schwerkranke Südtiroler Patienten getan haben .
Ich hoffe dass Vernunft einkehrt und die Südtiroler Landespolitik
diese umweltzerstörerische Industrieanlage nicht genehmigt
Dr.med.Christoph Lisch
Wieviel Dr. braucht es um so einen Blödsinn zu schreiben?? ( Die Vögel werden zerfetzt.) Ich sage mal, dass jeder Vogel,wenn er ein Hinderniss sieht von sich aus ausweicht. Wenn das nicht geschehen sollte, bekommt er höchstens “einen Strafer”, einen kleinen Schlag. Aber Herr Dr. zerfetzen kann man eine Seite Papier in einem Schredder. Sie sollten nicht übertreiben. Und woher diese Zahlen, haben sie die Vögel bei jedem Überflug gezählt??? – Die Lärmbelastung bis zu 60 db würde Wanderer abschrecken und die heimische Tier- und Pflanzenwelt verscheuchen. – Dass man nicht lache. Welcher Wanderer wird sich heute schon erschrecken?? Da darf einer vom Land nicht in die Stadt gehen, weil er sich zu Tode erschreckt. – Und die Pflanzenwelt verscheuchen. Wie muss man sich das vorstellen??
Wenn unser selbsternannte Vogelexperte E.K. diesen Blog zur Gänze angesehen hätte (aber das er ja nicht, er hat ja schon eine Meinung…), dann wären ihm auch diese zwei Dokumente aufgefallen:
http://unsersattelberg.wordpress.com/2011/03/10/pech-gehabt-pech-gehabt/ und http://unsersattelberg.wordpress.com/2011/03/10/fatale-nacht-in-der-nordsee-vogelschlag-an-einer-forschungsplattform-in-der-deutschen-bucht/
Gut, so wie E.K. gestrickt ist, werden wir dann hören: Ein Vogel, der so umkommt, ist zu blöd zum Überleben. Wundern würd’s mich nicht, wenn er seinem Diskussionsniveau und seiner Hausmanns-Expertise auf diese Weise Ausdruck verleihen würde…